Farbiger  ziegelMauerwerksfugenmörtel

Produkteigenschaften:

Unser Mauerwerksfugenmörtel ist eine zementär erhärtende und  trasshaltige Fugenmasse zum farbbrillianten und kalkschleierfreien Verfugen von Sichtmauerwerk, Verblendmauerwerk und zur Fugeninstandsetzung von Ziegel-/Klinkerfassade.

Rissefrei aushärtend, die Fuge reißt nicht und bricht nicht aus.

Wasserfest und frostbeständig, universell innen und außen einsetzbar.

Geschmeidig, dadurch leicht zu verarbeiten.

Temperaturbeständig von – 10 °C bis + 60 °C.

 

Verarbeitung des Fugenmörtels

Je nach Anwendungsgebiet kann unser Mauerwerksfugenmörtel im üblichen Fugverfahren mit dem Fugeisen oder auch im Schlämmverfahren eingebaut werden.

  • Fugenbreite 5-25 mm
  • nicht Kunststoffvergütet
  • hohe Abriebfestigkeit
  • der erhöhte Trassgehalt mindert deutlich Kalkhydratausblühungen
  • für den Innen- und Außenbereich
  • erzielt ein feinkörniges vollgefülltes Fugenbild
  • geschmeidig, dadurch gut verarbeitbar
  • Anmachwasser pro 1 kg - ca. 0,21 Liter (Schlämmverfahren)
  • Sieblinie angelehnt an historische Befunde
  • hohes natürliches Wasserrückhaltevermögen
  • sehr gute Flankenhaftung
  • hoch diffusionsoffen
  • Ca. 5 kg/m² bei NF und ca. 7 kg/m² bei DF
Unser Farbiger Mauerwerksfugenmörtel Kaminrot erhärtet Rissfrei und ist zum farbbrillianten und kalkschleierfreien Verfugen von Sichtmauerwerk, Verblendmauerwerk und zur Fugeninstandsetzung von Ziegel-/Klinkerfassaden bestens geeignet.
Mauerwerksfugenmörtel Kaminrot

Wissenswertes über unseren Farbigen ziegelMauerwerksfugenmörtel

 

Auch bei verklinkerten Häusern, Gebäuden und Mauern können im Laufe der Zeit viele verschiedene Beschädigungen entstehen obwohl verfugtes Mauerwerk im allgemeinen recht Widerstandsfähig gegenüber Witterungsschäden, Frostschäden und allgemeiner Alterung ist.

Ordentliche Fugen sind ein Garant für eine lange Haltbarkeit von Sichtmauerwerk und Natursteinmauern. Wenn die alten Fugen absanden oder bröckelig geworden sind, sollten Sie umgehend ersetzt werden.

Eine Mauerwerksfuge hat wesentliche statische und bauphysikalische Funktionen, die bei unterschiedlichen Mauerwerkskonstruktionen und Mauersteinen auch unterschiedliche Eigenschaften von Mauer- und Fugenmörtel verlangen. Dazu gehören Druckfestigkeit, Haftscherfestigkeit, Längs- und Querdehnungsmodul, außerdem definierte thermische und hygrische Dehnungscharakteristika und bestimmte Eigenschaften bei Feuchtetransport beziehungsweise Wasserabweisung.

So sehen saubere Fugen zwischen Klinkern nicht nur schön und sauber aus, sondern sie schützen das Sichtmauerwerk auch vor eindringendem Wasser und verhindern dessen Verwitterung. 

Beim Mauerwerksfugenmörtel haben Art, Mengen und Beschaffenheit des Bindemittels (Zement oder hochhydraulischer Kalk) den größten Einfluss auf dessen wichtigste Parameter wie z.B.  Druckfestigkeit, Abriebfestigkeit und Elastizitätsmodul.

 

So bewirkt ein hoher Anteil an hydraulischen Bindemittel (Zement) erhöhte Druckfestigkeiten, welche bis zu 25 N/mm² erreichen können. Dazu muss man aber sagen, dass ein zu harter Fugenmörtel oft eine makellos harte und glatte Oberfläche zeigt, so aber Risse im Fugenquerschnitt, und außerdem schlimmstenfalls großflächige Ablösungen von den Steinflanken unter Umständen entstehen können. Es können so außerdem Kapillarnetzbildende Risse entstehen, welche das anfallende Regenwasser bis tief in Mauerwerk transportieren könnten. Desweitere besteht die Gefahr bei zu harten oder festen Mauerwerksfugenmörtel, dass durch ungünstige Lastspitzen Steinköpfe abgescherbelt werden.

 

Auf der anderen Seite gibt es auch Mauerwerksfugenmörtel, welche mit ganz oder teilweise karbonatisch härtenden Bindemitteln (Luftkalk oder Wasserkalk) wesentlich geringere Druckfestigkeiten (nur 1-2N/mm²) nach dem Abbinden erlangen. Es kann hier gesagt werden, dass ein zu weicher oder unzureichend gebundener Mörtel der Zeit, durch plastische Lastverformung seine strukturelle Festigkeit verlieren wird. Dieser Prozess verstärkt sich außerdem noch durch Bewitterung und eindringendes Wasser – die Folgen sind Absanden und Auswaschen der Fuge.

 

Der von uns hergestellte zementäre Mauerwerksfugenmörtel erreichte im Prüflabor Druckfestigkeiten von ca. 8-10 N/mm².

 

 

Durchführung der Verfugung

 

Die Verfugung von Verblendmauerwerk, Sichtmauerwerk kann nach drei verschiedenen anerkannten Handwerksmethoden erfolgen.

 

1. Verfugmethode „Fugenglattstrich“. Bei diesem Verfahren wird der Arbeitsgang des Mauerns und des Verfugens in einem Arbeitsgang durchgeführt. Das heißt, dass die Fugen ohne verbleibende Hohlräume mit Mörtel gefüllt sein müssen, damit sie anschließend bündig mit der Mauerwerksoberfläche glattgestrichen werden können. Hier muss der Mörtel eine sehr gute Verformbarkeit besitzen. Als großer Nachteil beim „Fugenglattstrich“ gilt allerdings, dass der Zeitpunkt des Glattstreichens der Fugen für die zusammenhängende Mauerwerksabschnitte genau abgestimmt werden muss, um eine völlig gleichmäßige Fugenfarbe erzielen zu können. Selbst geringe Schwankungen in der Temperatur und/oder Luftfeuchtigkeit beim Verstreichen der Fugen machen sich später durch unterschiedliche Helligkeit der Fugenfarbe bemerkbar. Bei weichem Mörtel wird die Fuge hell, weil an der Oberfläche eine Anreicherung des Bindemittelleims entsteht. Erfolgt das Glattstreichen des Mörtels in angesteiften, schon etwas festeren Zustand, wird die Oberfläche des Mauerwerksfugenmörtels aufgeraut und die Fuge wird dunkel.

 

 

 

Da bei diesem Verfahren die Fugenfarbe weitgehend durch die Konsistenz des Mauerwerksfugenmörtels beim Verstreichen des Mörtels bestimmt wird, ist das ein Verfahren was wir für unseren farbigen Mauerwerksfugenmörtel eher ablehnen.

 

 

2. Verfugmethode „Nachträgliches Verfugen“ von Klinkern und Sichtmauerwerk. Die Methode eignet sich sowohl zum Verfugen neu gemauerter Klinkerwände, als auch zur Reparatur sanierungsbedürftiger Sichtmauern. Das nachträgliche Verfugen geht schnell, sodass die frische Fugenmasse einheitlich trocknet und nicht wechselnder Witterung beim Trocknen ausgesetzt ist – das kann schon ausreichen, um die Fugenflächen unregelmäßig erscheinen zu lassen. Damit der Mörtel auch in den Fugen hält und absolut dicht ist, sollten die Fugen zwischen 15 und 20 Millimeter tief sein. Kratzen Sie daher alle Fugen aus, die nicht mindestens 15 Millimeter tief sind. Bei neuen Mauern geht das natürlich einfacher als bei alten, vollständig durchgetrockneten Mauern. Wichtig: Bis zum Verfugen muss eine neue Mauer natürlich ausgehärtet sein. Arbeiten Sie von oben nach unten. Ein Hauptfehler: Man nimmt zu wenig Fugenmörtel und es bleiben Hohlräume, besonders bei tiefen Fugen. Idealerweise tragen Sie den Mörtel in zwei Lagen frisch in frisch auf und verdichten die erste Lage. So können Sie sicher sein, dass keine Hohlräume und damit Schwachstellen auftreten: Füllen Sie erst die Stoßfugen mit dem kurzen Fugeneisen, dann die Lagerfugen mit dem langen. Im zweiten Durchgang erst die Lagerfugen, dann die Stoßfugen und zum Schluss streichen Sie die Kreuzungspunkte glatt. Arbeiten Sie möglichst bei bewölktem Wetter. Während der Verarbeitung darf dem Fugenmörtel kein weiteres Wasser zugegeben werden, sonst können Farbdifferenzen entstehen. Die gleichmäßige Verarbeitung ist maßgeblich für die Farbgleichheit verantwortlich. Das Mauerwerk muss bei Arbeitsunterbrechungen abgedeckt werden. Die frische Mörtelfuge ist vor Frost, Schlagregen und direkter Sonneneinstrahlung zu schützen (ggf. Abhängen mit Folie). Eine optimale Nachbehandlung zur Verhinderung des „Aufbrennens/Verdurstens“ wird durch Feuchthalten erreicht. Fugenarbeiten dürfen nicht bei Luft- und Untergrundtemperaturen unter + 5°C ausgeführt werden.

 

  • Der Fugenmörtel sollte erdfeucht oder leicht plastisch sein, damit man ihn gut in die Fugen drücken kann. Verarbeiten Sie ihn innerhalb einer Stunde. Beim nachträglichen Verfugen von Klinker-Riemchen oder flachen Fugen drücken Sie den Mörtel erst in die Lagerfugen und dann in die Stoßfugen.
  • Das Fugblech halten Sie bündig unter die zu füllende, waagerechte Lagerfuge und schieben und pressen den Mörtel mit dem Fugeneisen so in die Fuge, dass keine Hohlräume entstehen. Streichen Sie den Mörtel dann mit dem Fugeneisen glatt. Wichtig: Drücken Sie den Mörtel nur an und reiben ihn nicht in die Fugen. Nicht wundern, wenn dabei immer etwas Mörtel runterfällt.
  • Für die Stoßfugen streichen Sie den Mörtel nicht aus dem Fugblech in die Fuge, sondern aus der Hand.
  • Wenn der Mörtel abgebunden ist, reinigen Sie die Wand mit einer Wurzelbürste, nicht mit Schwämmen, Wasser oder säurehaltigen Reinigern, das gibt nur Schlieren auf den Steinen oder beschädigt die Fugen.
  • Bis die Fugenmasse abgebunden ist, sollten Sie die Wand vor Regen, aber auch zu starker Sonneneinstrahlung schützen.

 

Diese Methode zur Verfugung von Sichtmauerwerk und Klinkern mit unseren farbigen Mauerwerksfugenmörtel wird von uns empfohlen.

 

 

 

3. Verfugmethode „Ziegelschlämmverfugung“

 

Die Methode, welche von uns mit unserem farbigen Mauerwerksfugenmörtel favorisiert wird, ist die der Ziegelschlämmverfugung. Anders als bei dem zuvor erwähnten Ausfugverfahren, bei dem aufwendig Fuge für Fuge sorgfältig bearbeitet werden sollte, wird hier der Fugenmörtel großflächig auf die zu verfugende Mauerwerksfläche aufgebracht und genau wie bei einem Fliesenbelag durch druckvolles  abziehen mit einem Fugenbrett, in sämtliche Fugen, schmale Lücken und Risse hineingepresst.  

 

Im Wesentlichen werden bei der Ziegelschlämmverfugung drei Arbeitsgänge durchgeführt.

 

1. Zuerst sollte das zu verfugende Bauteil gereinigt werden was nicht nur der besseren Optik dienen soll. Vorhandene Schmutz -oder Salzkrusten, Auslaugungen und Ausblühungen im Fugenbereich bitte unbedingt entfernen. Aufbringen einer Ausfughilfe und Fleckenschutz auf den Ziegelsteinen.

 

2. Einbringen des hydraulisch härtenden Mauerwerkfugenmörtel (in dicklicher, Joghurtartiger Konsistenz) mittels Schlämmverfahren in die Fugen, Lücken, Öffnungen und Risse.

 

3. Schutz der Fugen mit einer wasserabweisenden Imprägnierung

 

Vorteile dieses Ausfugverfahrens

  •  Bis zu 35% Zeitersparnis gegenüber dem konventionellen Mauerwerksfugverfahren der „Nachverfugung“ 
  • Gegenüber der herkömmlichen Handverfugung von Mauerwerksfugen entsteht bei der Ziegel-/Klinkerschlämmverfugung ein gleichmäßigeres Fugenbild und eine ansprechendere Optik für die Fassade. 
  • Die verschlämmte Mauerwerksfläche zeichnet sich im Fugenbereich durch sehr hohe Flankenhaftung des Mauerwerksfugenmörtels in den Fugen aus
  • Fuge und Ziegelsteinfläche sind so gut wie oberflächenbündig. Es gibt so gut wie keine Kanten mehr zwischen der neu hergestellten Mauerwerksfuge und Ziegelsteinfläche.
  • Schutz der Mauerwerksfuge vor Durchfeuchtung durch Wasserabweisende Imprägnierung