Verarbeitungshinweise

Untergrundvorbereitung

Wie der keramische Belag, so unterliegt auch die Fuge den verschiedensten äußeren Einflüssen. Feuchtigkeit, Wärme, mechanische Belastung und organische Verschmutzungen, aber auch Shampoo oder Reinigungsmittel können die Fuge schädigen und damit auch die Gesamtoptik eines Fliesenbelags beeinträchtigen.

 

Bereits während der Verlegung gibt es Einflüsse, die das Fugenbild stören und sogar die Fuge schädigen können. Nicht selten sind Fugenzwischenräume wie auch Fliesenbeläge durch frühere Arbeitsschritte anderer Gewerke verschmutzt oder Reste des zuvor verwendeten Fliesenklebers haften in den Fugen. Um spätere Verfärbungen in den Fugen zu vermeiden, ist es wichtig, die Fläche vor dem Verfugen sorgfältig zu reinigen.

 

Um Verfärbungen auszuschließen, muss der Untergrund vor der Verfugung gut ausgetrocknet sein. Die zu verschließenden Fugen sollen also wie schon erwähnt frei von Ansetzmörtel oder Kleber sein. Ungleichmäßig tiefe Fugen können zu einem ungleichmäßigen, fleckenhaften Abtrocknen des Fugenmörtels führen. Fugenschlämm-Mörtel nur auf geschlossen porigen Fliesen verwenden. Bei normalerhärtenden Fliesenklebern darf frühestens 2 Tage nach dem Ansetzen mit dem Verfugen begonnen werden.

 

Das richtige Abwaschen ist das A und O

Unser 25kg Fugenmörtel-Farben- Gebinde mit 5,25 Litern sauberen, kalten Anmachwassers mechanisch oder von Hand zu einer homogenen Masse und zur gewünschten Konsistenz anmischen. Nach Abwarten von 5 Minuten nochmals mischen. Die Masse mithilfe eines Glätters oder einer Rakel mit Hartgummi auf Fliesen auftragen und die Räume zwischen den Fliesen durch schräge Führung des Werkzeugs verfüllen. Die überschüssige Masse entfernen.

Häufig wird beim Abwaschen des Fugenmaterials zu viel Wasser verwendet. Dabei gilt auch hier:

Viel muss nicht immer viel helfen. Je stärker die Pigmentierung des Fugenmaterials, desto aufwendiger das Abwaschen.

Den richtigen Zeitpunkt, um mit dem Waschen zu beginnen, stellen Sie am besten mit Hilfe des sogenannten Fingerdrucktests fest. Hierbei prüfen sie mit leichtem Druck auf die Fuge, ob diese bereits genügend Festigkeit für den Waschvorgang aufgebaut hat. Wenn ja, sollte sich die Fuge noch leicht eindrücken lassen, zugleich sollten kaum Rückstände des frischen Fugenmörtels am Finger haften bleiben. Dabei spielt es keine Rolle, wenn der Fugenmörtel auf der Fliesenoberfläche bereits hell aufgetrocknet ist, denn diese lässt sich nach Befeuchtung dennoch leicht waschen. Entscheidend ist hier die Einwirkzeit, nicht aber die Menge des Wassers auf der Belagsoberfläche. Deshalb ist es empfehlenswert, so wenig Wasser wie möglich auf den Belag aufzubringen. Schwämme beziehungsweise Schwammbretter sollten daher zwar feucht sein, aber niemals tropfnass. Auch beim Waschvorgang selbst ist darauf zu achten, überschüssiges Wasser so schnell wie möglich von der Fläche bzw. den Fugen zu entfernen. Die Masse innerhalb von 40-50 Minuten nach dem Anmachen mit Wasser verarbeiten. Sollte die Masse innerhalb dieser Zeit dick werden, so ist sie ohne Wasserzugabe wieder kräftig durchzumischen. Die Überdosierung von Wasser beeinträchtigt ungünstig alle Eigenschaften der Fuge: die Festigkeit, die Bindezeit und die Beständigkeit. Das kann auch zu Oberflächenverfärbungen führen.

 

 

Falls nach dem Waschen noch leichte Fugenschleier auf der Fliesenoberfläche verbleiben, können Sie sie mit einem leicht feuchten Mikrofaser- oder Schwammtuch entfernt werden. Auch hier gilt es, mit wenig Wasser zu arbeiten und die Fläche abschließend lediglich mit leichtem Druck zu waschen. So erhalten Sie ein optimales Fugenbild